Über mich

Abdolreza Azhdari lebt und arbeitet in Deutschland. Er studierte Psychologie an der Freien Universität Berlin und leitete anschließend zwei Jahre lang eine Berliner Einrichtung für Kinder und Jugendliche aus Krisengebieten, in der junge Menschen aus 54 Ethnien und Nationalitäten zusammenkamen. In dieser Arbeit ließ er sich von August Aichhorn, Bruno Bettelheim und Donald Winnicott leiten, drei Analytikern, die das Kind nicht als Fall, sondern als Gegenüber ernst nahmen. Die Begegnung mit diesen Kindern und Jugendlichen führte zu seiner ersten Ausbildung, der zum analytischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Nach dem Abschluss als Psychoanalytiker bei der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung arbeitet er seither in eigener Praxis.
Die Diaspora hat die Verbindung zu Iran nicht gelöst, sondern verändert. Über all die Jahre blieb er seinem Land verbunden, und die kulturtheoretischen Fragen, die sich aus diesem Dazwischen ergaben, ließen ihn nicht los. Aus jahrelanger, selbst geführter Forschungsarbeit entstanden schließlich sein Buch und diese Seite.
Klinisch wie theoretisch beschäftigt ihn, was autoritäre Familien- und Gesellschaftsstrukturen im Seelischen anrichten. Scham, Schuld und Angst gehören dazu, Regression und die Bildung des Über-Ichs, vor allem aber die transgenerationale Weitergabe unbewusster Beziehungsmuster, jenes Erbe, das von einer Generation an die nächste weitergereicht wird, ohne je ausgesprochen worden zu sein. Als iranisch geprägter Psychoanalytiker verbindet er die klinische Erfahrung mit einer ethnopsychoanalytischen Perspektive auf die iranische Kultur und Gegenwart.
Kontakt
Für Anfragen zu Texten, Podcasts und Büchern schreiben Sie bitte über das Kontaktformular. Anfragen zu einer Behandlung werden über diese Seite nicht entgegengenommen.
